Tricount-Alternativen 2026, je nachdem, was euch an Tricount stört
Tricount ist kostenlos, und niemand muss sich anmelden. Wer trotzdem wechselt, tut es meist wegen der festen Kosten, des Exports oder der Bank bunq. Jede Alternative löst eines dieser Probleme besser, keine alle.
6 Min. Lesezeit
Die passende Tricount-Alternative hängt davon ab, was euch stört. Wenn ihr feste Kosten nicht jeden Monat neu eintragen und eure Abrechnung selbst exportieren wollt, passen Kotisso oder Splitwise. Wer ohne Konto und ohne Bank bleiben will, schaut sich Spliit an; für kurze Projekte zu zweit reicht eine Tabelle. Geschrieben hat diesen Vergleich das Team hinter Kotisso, einer der verglichenen Apps.
Miete, Strom, Internet: jeden Monat dieselben drei Einträge
Ein erfundenes Paar: Jana und Tobias wohnen zusammen in Köln und teilen ihre Kosten seit einem Jahr in Tricount. Jeden Monat tragen sie die Miete, den Stromabschlag und den Internetvertrag neu ein. Dazu kommen Einkäufe und Ausflüge. Im Januar wollen sie eine Jahresübersicht, um ihre Aufteilung neu zu besprechen.
Beides ist bei Tricount umständlich. Auf der Seite, auf der Tricount sich selbst mit Splitwise vergleicht, steht bei wiederkehrenden Rechnungen, dass jede einzeln eingetragen wird: Bei drei festen Posten sind das 36 Einträge im Jahr. Und den Export als CSV oder PDF gibt es laut Hilfecenter seit dem Ende des alten Premium-Angebots nur noch auf Anfrage beim Support von bunq.
Für eine Reise oder einen Abend fällt das nicht ins Gewicht. Für einen Haushalt, eine WG oder ein Paar mit festen Kosten schon.
Was Leute an Tricount stört, laut den Seiten des Anbieters
Die Bank dahinter. Tricount gehört zur niederländischen Bank bunq. Die App wirbt für eine kostenlose bunq-Karte, die Zahlungen automatisch in die Gruppe überträgt. Sie ist freiwillig, das Teilen funktioniert auch ohne sie. Wer aber keine Bank in der Nähe seiner Haushaltskasse haben will, sucht weiter.
Der Export. Aus der App verschwunden, nur noch über den Support.
Feste Kosten. Laut Tricounts eigenem Vergleich jedes Mal neu einzutragen.
Werbung. Der Anbieter beschreibt die App als werbefrei, ihr Eintrag bei Google Play trägt aber den Hinweis „Enthält Werbung“ (gelesen am 1. Oktober 2026). Was damit gemeint ist, wissen wir nicht.
Was Tricount gut macht: Es ist kostenlos, ohne Tageslimit, trägt auch offline ein, rechnet Fremdwährungen um, und auf der Website lädt der Anbieter ein, die App „ohne Anmeldung“ zu testen. Für eine Reisegruppe, in der sich niemand registrieren will, bleibt Tricount wahrscheinlich die beste Wahl. Was gratis ist und was bunq drumherum anbietet: Ist Tricount kostenlos?
Die Alternativen, nach Bedarf
Splitwise, wenn ihr die vollständigste App für lange laufende Gruppen sucht: wiederkehrende Ausgaben (wöchentlich, zweiwöchentlich, monatlich, jährlich), CSV-Export, Eintragen ohne Netz, Apps für Android und iOS. Dafür braucht jedes Mitglied ein Konto, und die kostenlose Version erlaubt laut Hilfecenter von Splitwise höchstens 4 Ausgaben pro Person und Tag; das Pro-Abo hebt das auf. Mehr dazu: Ist Splitwise kostenlos?
Spliit, wenn ihr ohne Konto und ohne Bank bleiben wollt. Die Web-App ist quelloffen, werbefrei, über Spenden und Sponsoren finanziert und hat eine iPhone-App. Laut Website kann sie wiederkehrende Ausgaben (täglich, wöchentlich, monatlich, noch Beta), Kategorien, Belegfotos und Aufteilung nach Prozent, Anteilen oder Betrag. Zum Export haben wir dort nichts gefunden.
Eine geteilte Tabelle, für zwei oder drei Leute und eine überschaubare Zeit. Die Datei gehört euch, und kein Anbieter kann etwas daran ändern. Am Handy ist das Eintragen allerdings mühsam. Unsere Excel-Vorlage zum Ausgaben teilen zeigt die Spalten, die reichen.
Kotisso, unsere eigene App, wenn feste Kosten und Export eure Gründe sind. Die ganze Abrechnung ist kostenlos, ohne Begrenzung bei Ausgaben, bis zu 50 Teilnehmende pro Gruppe: vier Aufteilungsarten, Fremdwährungen mit einem Kurs, der bei der Eingabe festgeschrieben wird, Belegfotos, Export als Tabelle und PDF, wiederkehrende Ausgaben wöchentlich oder monatlich. Ein Konto braucht nur, wer die Gruppe erstellt; die anderen werden mit Namen eingetragen, stehen ohne Konto in Ausgaben, Salden und Exporten und können sich später über den Einladungslink registrieren und ihren Platz übernehmen.
Was Kotisso nicht kann: keine iOS-App (Android über Google Play oder im Browser), kein Eintragen ohne Netz, kein automatisches Lesen von Belegen, kein Import aus Tricount oder Splitwise, und Kotisso bewegt kein Geld. Kostenlos sind höchstens zwei Gruppen gleichzeitig offen und zwölf Monate Verlauf sichtbar; die Salden werden immer über den ganzen Verlauf berechnet. Im Export fasst die Gratisversion Posten, die älter als zwölf Monate sind, in einer Zeile zusammen, die die Summen erhält. Das Abo für 2,99 € im Monat oder 24,99 € im Jahr bringt mehr offene Gruppen, den vollständigen Verlauf, Gruppenstatistiken und ein Profilfoto.
Die Übersicht
| Tricount | Splitwise (gratis) | Spliit | Tabelle | Kotisso | |
|---|---|---|---|---|---|
| Konto zum Mitmachen | Nein | Ja | Nein | Nein | Nur für die Person, die die Gruppe erstellt |
| Tageslimit für Ausgaben | Keins | 4 pro Person | Keins | Keins | Keins |
| Feste Kosten wiederholen | Jede einzeln eintragen | Ja | Ja (Beta) | Von Hand | Wöchentlich oder monatlich |
| Export der Abrechnung | Auf Anfrage beim Support | CSV | Nicht angegeben | Die Datei selbst | Tabelle und PDF |
| Eintragen ohne Netz | Ja | Ja | Nicht angegeben | Je nach Programm | Nein |
| Apps | Android, iOS | Android, iOS, Web | Web, iPhone | Beliebig | Android, Web |
| Anbieter | bunq, Bank, Niederlande | Splitwise, USA | Open-Source-Projekt | Ihr selbst | Kotisso, unabhängig, Frankreich |
Quellen, gelesen am 1. Oktober 2026: Website von Tricount, sein Vergleich mit Splitwise, seine FAQ, Tricount bei Google Play, Hilfeseite zu Splitwise Pro, Splitwise bei Google Play und die Website von Spliit. „Nicht angegeben“ heißt: auf den Seiten des Anbieters nicht gefunden, nicht unbedingt fehlend. Preise anderer Anbieter nennen wir nicht. Den Vergleich aus Sicht von Splitwise findet ihr in Splitwise-Alternativen.
So wechselt ihr, ohne den Überblick zu verlieren
Laut den Seiten, die wir gelesen haben, importiert keine der genannten Alternativen eine Tricount-Gruppe. Am saubersten schließt ihr die alte Gruppe ab, bevor ihr die neue anlegt.
Wer die Einzelposten behalten will, fragt beim Support nach dem Export, so wie es das Hilfecenter von Tricount beschreibt. Danach gleicht ihr die Salden aus und tragt jede Rückzahlung in Tricount ein, bis alle bei null stehen. Dann legt ihr die neue Gruppe an und vereinbart einen Stichtag, ab dem nichts mehr in die alte Gruppe kommt. Bei Jana und Tobias wäre das der 1. Januar: die drei festen Kosten einmal als monatlich wiederkehrend anlegen, und am Jahresende exportieren sie die Abrechnung selbst als PDF.
Häufige Fragen
Was ist die beste kostenlose Alternative zu Tricount? Das hängt vom Grund für den Wechsel ab. Ohne Konto und ohne Bank: Spliit. Für feste Kosten und einen PDF-Export: Kotisso, mit Konto für die Person, die die Gruppe erstellt. Für die vollständigste App auf Dauer: Splitwise, mit Tageslimit in der Gratisversion.
Kann man eine Tricount-Abrechnung exportieren? Nicht mehr in der App. Laut Hilfecenter von Tricount fragt ihr den Export beim Support von bunq an.
Kann man eine Tricount-Gruppe in eine andere App übernehmen? Bei den hier verglichenen Alternativen haben wir keinen solchen Import gefunden. Gleicht die alte Gruppe aus und fangt neu an.
Braucht man für Tricount ein bunq-Konto? Zum Teilen von Ausgaben nicht. Die bunq-Karte ist ein Zusatz, der Zahlungen automatisch in die Gruppe überträgt.
Wenn euch bei Tricount die festen Kosten und der fehlende Export stören, hält Kotisso die ganze Abrechnung kostenlos, wiederholt monatliche Ausgaben und exportiert sie als PDF. Ein Konto braucht nur, wer die Gruppe erstellt. Das Bild unten zeigt eine Miete, die jeden Monat von selbst wiederkommt: Gruppe auf Kotisso erstellen.
